Train Talk – Performance im Zug

Detailinformationen zum Projekt und zu den Live Performances

Eine Lecture Performance, basierend auf einer Idee von Andrea Latritsch-Karlbauer. Realisiert von der Autorin in Zusammenarbeit mit Klaus Karlbauer (Sound) in einem fahrenden Zug der ÖBB.

Reden wir wieder miteinander! Einfach gesagt, immer seltener jedoch getan. Digitale Kommunikation erweitert einerseits den Kommunikationsradius, lässt andererseits die „analoge“ Kommunikation  im Hier und Jetzt verkümmern. Wer wagt es noch, beispielsweise ein „zufälliges“ Gegenüber im Zug  anzusprechen? Da starren wir doch lieber in den Screen!

Das Setting von Train Talk regt an, diese Hürde zu überschreiten, in einer zufällig zusammengewürfelten Reisegesellschaft miteinander in Kontakt zu treten und, scheinbar nebenbei, am Entstehen eines gemeinsamen  „SOUNDprojects“ mitzuwirken.

In einer Zeit, wo jegliche Lebensäußerung veröffentlich wird, ist es ein Luxus, gemeinsam mit anderen an Erfahrungen teilzuhaben, die nur einmalig an einem Ort stattfinden und auf jene beschränkt sind, die real vor Ort sind.

Train Talk entsteht durch die jeweiligen Teilnehmer_innen und gehört somit nur ihnen allein. Jeder Abend ist einzigartig. Die Performance wird nicht dokumentiert. Sie lebt weiter in der Erinnerung.

„When you hear music, after it’s over, it’s gone in the air. You can never capture it again“ (Eric Dolphy)

 

Music for Stacheldraht – Live auf Schloss Lind

SAISONERÖFFNUNG: 6. mai, 20 uhr

MUSIC FOR STACHELDRAHT performance / installation
von KLAUS KARLBAUER (composition, all Instruments) mit ROSIVITA (text-performance); text: TRIN T. MIN HA

wie klingen grenzen? was ist der „sound of gegenwart“?  klaus karlbauer untersucht das material stacheldraht, das für die rasche und effiziente errichtung von grenzzäunen verwendet wird, auf sein sound-potential in den formaten lecture performance/ installation/ open sound lab. klassische kompositionstechniken treffen dabei auf ein „desolates“ instrumentarium – kaputte zithern und volksmusik-fragmente werden mit dem stacheldraht zu einer mischung aus klanginstallation und performativem instrument verschmolzen. „heimatliche klänge“, die in einer zeit der re-nationalisierung und identifizierung mit und durch staatliche zugehörigkeit kritisch zu hinterfragen sind. (Veranstaltungs-Link)

das ANDERE heimatmuseum / schloss lind, 8820 st. marein/ stmk.
tel. 03584 3091 / www.schlosslind.at / info@schlosslind.at

Buchpräsentation│Lesung & Live Performance

23. März 2017, 19h, Fachbibliothek Germanistik, Universität Wien, Universitätsring 1:

Trinh T. Minh-ha liest gemeinsam mit den Übersetzer_innen aus elsewhere, within here. Immigration, Flucht und das Grenzereignis. Hrsg. und eingeleitet von Anna Babka & Matthias Schmidt. Wien: Turia & Kant 2017

Live Performance „Music for Stacheldraht“ transdisziplinäre Komposition von Klaus Karlbauer basierend auf Texten von Trinh mit Rosivita – Textperformance │Klaus Karlbauer – Instrumente, Elektronik

Detailinformationen zur Veranstaltung


Music for Stacheldraht

Aufgrund des großen Interesses wird die Veranstaltung wiederholt:
28. Juni 2016 – 20h – Karlbauer Projects Studio
1080 Wien, Josefstädterstr. 79/ Top 20 (Stiege 2 – Sousterrain)

Die gute Nachricht ist, an diesem Tag gibt es kein EM-Match!

Live Recording (Cut) from performance in Karlbauer Projects Studio/ Vienna, 14.06.2016:
Rosivita (Voice) Klaus Karlbauer (Instruments, Electronics)
Spoken words based on excerpts from „Fremdheit“ by Trin T. Minh Ha:

„Dieselbe Mauer, die ausschließt, schließt auch ein“

„Der Schandfleck des Rassismus ist nie verblasst“

Music for Stacheldraht – Performance/ Installation
von Klaus Karlbauer mit Beiträgen von Rosivita (Textperformance), Martha Laschkolnig (Performance), danach Gespräch und Trank

Ihre Heimat: hier
auf des Stacheldrahts
schmaler Scheide
(Gloria Anzaldúa)

Wie klingen Grenzen? Was ist der „Sound of Gegenwart“?  Klaus Karlbauer untersucht das Material Stacheldraht, das für die rasche und effiziente Errichtung von Grenzzäunen verwendet wird, auf sein Sound-Potential in den Formaten Lecture Performance/ Installation/ Open Sound Lab. Das Open Sound Lab  ist eine Kooperation mit Studierenden der LV SOUND amTFM (Institut für Theater, Film und Medienwissenschaft an der Universität Wien)

Folgende Textausschnitte von Studierenden des TFM wurden in der Lehrveranstaltung SOUND von Klaus Karlbauer durch die Auseinandersetzung mit dem Text „Fremdheit“ von Trin T. Minh Ha angeregt.

 

Triptychon „Sicher?“ on Location

© 2015 Martha Laschkolnig/ Klaus Karlbauer/ Rosivita

Supported by Bezirksvorstehung Wien Neubau
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