Train Talk – Performance im Zug

Detailinformationen zum Projekt und zu den Live Performances

Eine Lecture Performance, basierend auf einer Idee von Andrea Latritsch-Karlbauer. Realisiert von der Autorin in Zusammenarbeit mit Klaus Karlbauer (Sound) in einem fahrenden Zug der ÖBB.

Reden wir wieder miteinander! Einfach gesagt, immer seltener jedoch getan. Digitale Kommunikation erweitert einerseits den Kommunikationsradius, lässt andererseits die „analoge“ Kommunikation  im Hier und Jetzt verkümmern. Wer wagt es noch, beispielsweise ein „zufälliges“ Gegenüber im Zug  anzusprechen? Da starren wir doch lieber in den Screen!

Das Setting von Train Talk regt an, diese Hürde zu überschreiten, in einer zufällig zusammengewürfelten Reisegesellschaft miteinander in Kontakt zu treten und, scheinbar nebenbei, am Entstehen eines gemeinsamen  „SOUNDprojects“ mitzuwirken.

In einer Zeit, wo jegliche Lebensäußerung veröffentlich wird, ist es ein Luxus, gemeinsam mit anderen an Erfahrungen teilzuhaben, die nur einmalig an einem Ort stattfinden und auf jene beschränkt sind, die real vor Ort sind.

Train Talk entsteht durch die jeweiligen Teilnehmer_innen und gehört somit nur ihnen allein. Jeder Abend ist einzigartig. Die Performance wird nicht dokumentiert. Sie lebt weiter in der Erinnerung.

„When you hear music, after it’s over, it’s gone in the air. You can never capture it again“ (Eric Dolphy)